Minimalistisch leben

Was heißt es eigentlich, minimalistisch zu leben?

Darf man sich dann gar nichts mehr gönnen?

Sitzt man dann nur mit einem Laptop in einem kleinen Zimmerchen? 🙂

Nein!

Wie ich zum Minimalismus kam…

Vor einigen Jahren war ich mit meiner Freundin auf einem Flohmarkt und wir verkauften selbst unsere Sachen.

Dort fiel mir auf, dass es mir nicht sonderlich schwer fällt, mich von meinen Habseligkeiten zu trennen.

Denn Minimalismus ist ein Prozess und hat etwas mit Loslassen zu tun.

Als ich meine Sachen an diesem Tag verkaufte und die strahlenden Gesichter sah, denen meine Dinge Freude bereiteten, gefiel mir die Tatsache des Loslassens sehr.

Ich beschloss an diesem Tag: sobald ich daheim bin, miste ich radikal aus! 🙂

Zuhause „aussortieren“

Gesagt, getan.

Daheim angekommen, ging ich die verschiedenen Sachen durch:

Ich überlegte immer in drei Kategorien:

  1. Behalten
  2. Verkaufen
  3. Kann weg/spenden

Bücher: Schon verrückt, was der Mensch sich über die Jahre an Büchern zugelegt hat. Manche noch nicht einmal gelesen, aber wenigstens sie stauben das Regal ein 🙂 Deshalb entschloss ich da, wirklich nur noch die wichtigsten Bücher aufzuheben.

CDs/DVDs: Ich hatte ewig viele Medienprodukte – aber ich dachte mir: für was brauche ich das alles noch? Das meiste höre ich über das Internet. DVDs habe ich nur noch 5 (nur noch die, bei denen ich meine, ich schaue sie nochmal an :-))

Kleidung: Auch diese Sparte fiel mir relativ leicht, auszumisten. Ich ging Hose für Hose, Pullover für Pullover durch und entschied mich dann nur noch für meine Lieblingsteile. Wobei ich auch da immer wieder erneut aussortiere 🙂 Ich habe zum Beispiel keinen Kleiderschrank mehr, sondern nur noch eine Stange aus Birke, um meine Sachen aufzuhängen 🙂

Beauty-„Kram“: Früher hatte ich immer alles doppelt und dreifach. Zwei Gesichtscremes, drei Labellos… HEUTE habe ich davon immer nur noch eines und sobald das aufgebraucht ist, hole ich mir erst etwas neues.

Dekoration: Auch hier ist für mich weniger mehr. Ich wähle bewusst nur noch Sachen aus, die ich zum Beispiel auch ganzjährig stehen oder hängen lassen kann. Wieso auch immer umdekorieren? 🙂

Definitiv kein Ende in Sicht

Wie gesagt: Minimalismus ist ein Prozess des Loslassens.

Ich habe über die Jahre festgestellt: wieso sollte ich soviel Materielles anhäufen, wenn ich es später sowieso mal nicht „mitnehmen“ kann?

Es gibt immer wieder etwas zu minimalisieren, umzuräumen oder auch zu überdenken.

Ich habe definitiv keine minimalistisch eingerichtete Wohnung, weil ich für mich entschlossen habe: ich möchte mich ja schließlich auch wohlfühlen und ich würde mich bei kahlen, weißen Wänden eben nicht wohl fühlen. 🙂

Jeder definiert Minimalismus anders

Wenn ich eines über die Jahre gelernt habe, dann ist es, dass jeder ein anderes Bild von Minimalismus hat.

Manche stellen die These auf, dass man sich erst bei 100 Dingen, die man hat, als Minimalist bezeichnen darf.

Das sehe ich nicht so.

Wie gesagt: ich möchte mich wohl fühlen. Das ist mir sehr wichtig.

Ich respektiere dahingehend jeden seine Meinung über dieses Thema, aber ich bin jetzt kein radikaler Minimalist :-).

Für mich bedeutet Minimalismus die Einfachheit des Lebens zu schätzen und eben nicht an Dingen anzuhaften, sondern sie auch loslassen zu können. Und ganz nebenbei spart man durch minimalistisches Denken tatsächlich einiges an Geld ein.

Weil Leute, mal ehrlich: wir können später mal nichts mitnehmen… und es ist doch völlig egal, welchen Fernseher, Bücher, CDs, DVDs… ihr hattet. Es geht doch nur darum, glücklich zu sein.

In diesem Sinne,

eure Sonnenelfe (#lebeliebelacheblog)


6 Gedanken zu “Minimalistisch leben

  1. Hey,
    sehr schöner Beitrag ;).

    Da kann ich dir auch nur zustimmen. Dinge erhalten im Endeffekt nur dann einen emotionalen Wert, wenn wir als Menschen beschließen diesen Gegenständen einen solchen zu geben.
    Weiße Wände mit ein paar wenigen Möbeln finde ich ehrlich gesagt sehr entspannend. Mit ein paar Kerzen und Pflanzen ist das durchaus sehr gemütlich. „Steril“ gemütlich ;).Aber jeder hat einen anderen Geschmack. Und man muss sich auch nicht zwangsweise an irgendwelche Zahlen halten. Dieses nur noch 100 Gegenstände besitzen oder dergleichen ist mir ehrlich gesagt auch wieder zu viel Fixierung auf Materielles. Und eigentlich geht es beim Minimalismus ja genau um das Gegenteil davon.
    Es gibt viele Beweggründe für ein minimalistischeres Leben. Jeden bewegt etwas anderes und genau das ist das Gute daran :).

    Lg

    Gefällt 1 Person

    1. Vielen Dank für dein Feedback und danke für dein Lob 🙂

      Ganz genau: jedem gefällt etwas anderes und jeder definiert Minimalismus anders. Und das ist gut so 🙂 wär ja langweilig, wenn alle gleich „ticken“ 🙂

      Viele liebe Grüße

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  2. Hey, ich bin durch Zufall auf deinen Blog gestoßen und ich bin wirklich begeistert. Er gefällt mir sehr gut. Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht und erlebt. Aber mit den Büchern habe ich es genau so gemacht.😉 Mein Leben in materieller und menschlicher Hinsicht habe ich minimalistischer eingerichtet, aus den unterschiedlichsten Beweggründen. Ein Jahr später kann ich sagen, es tut gut. Und es ist absolut befreiend. Der Balast ist weg. Hilfreich für mich war ein Lied der Band Juli. Toller Blog👍 LG JTS

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